Schlechtes Gewissen bye-bye

Upps, da ist es wieder mal passiert. Anne hatte es sich so fest vorgenommen: Achtsam essen, mehr Wasser trinken, auf sich selbst gut achten -  und dann war es doch so, dass der Tag so extrem stressig war und Anne gleich drei Schokoriegel, zwei Stücke Streuselkuchen zum Geburtstag der Kollegin und abends vor dem Fernseher dann noch Erdnussflips gegessen hat.  

Und nun? Das schlechte Gewissen plagt ... Aber das muss gar nicht sein.

Vielleicht kennst du diese Situation ja auch. Übrigens ist das ganz normal und menschlich. Also keine Sorge. Es kommt allerdings darauf an, wie du nun mit dir selbst umgehst. Und da kommt das berühmte schlechte Gewissen ins Spiel. Oft beginnt dann so ein ganzer leiser Monolog:

"Das hätte nicht passieren dürfen."

"Schon wieder zu viel gegessen."

"Wenn das so weitergeht, schaffe ich das nie mit dem Abnehmen."

"Soll ich überhaupt weitermachen oder lieber aufgeben?"

"Die haben alle gut reden, aber ob das mit dem Abnehmen überhaupt klappt?"

 

Und so geht es munter weiter. Erkennst du dich in der einen oder anderen Aussage wieder?

Dann willkommen im Club.

Wusstest du, dass wir am Tag ca. 60.000 Gedanken denken und nur 3% davon positiv sind?

Zum Glück sind ja viele Gedanken auch neutral, aber immerhin jeder vierte negativ, genau wie in unserem Beispiel oben.

Das ist doch schade, wenn man sich so fast selbst sabotiert.

Was kannst du also tun, wenn dich mal wieder das schlechte Gewissen plagt und du viel mehr gegessen hast als du eigentlich wolltest?

 

1. Spüre deine Emotionen

Und damit meine ich wirklich nur spüren, nicht bewerten. Du fühlst dich jetzt nicht ganz so besonders gut. Das spürst du, ohne Bewertung. Nimm es einfach wahr. Mehr nicht. Sprich nicht negativ mit dir und 'mecker' auch nicht an dir herum. Es ist jetzt so passiert. Das kann einfach mal vorkommen und ist sogar in Ordnung. Niemand ist ständig perfekt. Wir haben alle unterschiedliche Phasen im Alltag. Und manchmal fallen uns Dinge etwas leichter oder auch mal etwas schwerer. Auch beim Abnehmen gibt es solche Phasen. Manchmal bist du sehr motiviert und manchmal gibt es auch Durchhänger. 

 

2. Atme in deinen Bauch

Nimm deinen Atem bewusst wahr und lass ihn in deinen Bauch sinken. So entspannst du dich und lässt die Situation jeden Atemzug ein bisschen mehr los. Atme weich und sanft und dein schlechtes Gewissen löst sich immer mehr auf. Wunderschön! Nimm dich so an, wie du bist.

 

3. Bau dich auf

Ermutige dich nun, damit du entspannt mit dem Abnehmen weitermachen kannst.

Sag dir:

Ja, vorhin habe ich mehr gegessen als ich wollte. Das kann passieren. Auch dafür akzeptiere ich mich. 

Und natürlich mache ich mit dem Abnehmen weiter. 

Obwohl ich zu viel genascht habe, kann ich weiter meinen Weg gehen und abnehmen.


Überlege dir natürlich auch eigene aufbauende Sätze.


Und welchen positiven Gewinn kannst du noch für dich aus dieser Erfahrung mitnehmen?

 

Du bist wieder ein Stück stärker geworden.

 

Du weißt immer besser, was du willst und nicht willst.

 

Du achtest mehr auf dich.

 

Dein Ziel ist wieder viel klarer geworden.

 

Du weißt, dass du es schaffen kannst, sogar wenn es mal Umwege gibt.

 

Also ist alles doch gut und dieser Umweg hatte sogar einen Nutzen für dich :-)

Das schlechte Gewissen durfte sich verabschieden und an seine Stelle ist das Gefühl einer neuen Leichtigkeit und Ermutigung getreten. Prima!

 

 


 

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Kommentare: 6
  • #1

    Sabrina (Freitag, 04 September 2015 15:08)

    Liebe Jessica,
    der Artikel kommt gerade richtig. Ja, ich muss gestehen, dass ich zwar schon immer achtsamer mit mir und dem Essen umgehe, aber manchmal passiert es doch noch, dass ich aus Stress mal über die Strenge schlage und irgendetwas ziellos einfach futtere. Und genau wie du sagst, kommt dann das schlechte Gewissen. das löse ich jetzt gerne mit deinen tollen Tipps auf. Danke! Ich merke, dass ich Schritt für Schritt meinem Wohlfühlgewicht immer näher komme. In sehr angenehmen sanften Schritten und in meinem Tempo. Bin sehr gespannt auf deinen Kurs!

    Alles Liebe auch an alle
    Sabrina

  • #2

    Nicole S. (Freitag, 04 September 2015 22:30)

    Oh, ja, das kann ich gut verstehen ... das schlechte Gewissen ... Doch so bin ich froh, dass man auch dabei liebevoll mit sich umgehen kann. Sehr schön finde ich, wie im Artikel steht,dass man das Gefühl erstmal ganz wertneutral spüren kann... Und sich dann auch wieder aufbaut. So vermeide ich dann den Stress. Sehr schönes Thema.

    Gruß, Nicole

  • #3

    Jessica (Sonntag, 06 September 2015 19:29)

    Liebe Sabrina,

    super, dass du dein schlechtes Gewissen immer mehr auflöst! Es ist genau richtig, dass du das sanft und in deinem Tempo machst. Und ich freu mich auch schon sehr auf den Kurs :-)
    Schön, dass du mit dabei bist.

    Liebe Grüße
    Jessica

  • #4

    Jessica (Sonntag, 06 September 2015 19:32)

    Liebe Nicole,

    ja, diese drei Schritte sind sehr nützlich. Manchmal hilft es schon sehr gut, wenn man Dinge nicht bewertet, sondern nur so anschaut. So gerätst du dann erst gar nicht in die negativen Gedanken und kannst bei dem bleiben, was dir Kraft gibt.

    Liebe Grüße
    Jessica

  • #5

    Kirstin (Montag, 15 Februar 2016 16:33)

    Liebe Jessica,
    tja Wohlfühlgewicht...wenn ich nicht in den Spiegel schaue geht es, ich bin sehr kreativ, nähe mir meine Klamotten selber, liebe das ungewöhnliche...habe kein Problem mittendrin im Leben zu sein und da packt es mich ganz oft, anders sein zu wollen, ich halte mich nicht für häßlich, und doch möchte ich gerne das mein inneres Bild von mir mit dem äußeren Bild übereinstimmt. Ich hatte dies schon auch mal geschafft und war sehr stolz darauf. Schlechte Gewissen, ja das plagt mich immer, dabei treibe nur ich mich selber an, sich selber annehmen ist gar nicht so leicht.

  • #6

    Linnea Udell (Freitag, 03 Februar 2017 09:28)


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